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Schwarzarbeit: Was ist erlaubt und was nicht …

Ein jeder kennt die kleinen Gefälligkeiten, die immer gern einmal für den Nachbarn oder den Freund erledigt werden, wie kleinere Reparaturen am Haus, Hilfe beim Neubau oder Umbau. Wer Glück hat, der erhält sogar für seinen erwiesenen Dienst eine kleine Entlohnung. Doch es kann schnell passieren, dass diese über die rechtlichen Grenzen hinausgeht und das, ohne es zu wollen. In dem Moment befindet man sich im Bereich der Schwarzarbeit. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Kavaliersdelikt, sondern dies fällt unter Wirtschaftskriminalität, die vom Staat immer härter verfolgt wird.

Kurz & Knapp

Welchen Zweck verfolgt Schwarzarbeit? – Die Schwarzarbeit dient vorrangig der Einsparung von Steuern und Sozialabgaben. Wann handelt es sich nicht um Schwarzarbeit? – Ohne das der Arbeiter nachhaltig einen Gewinn oder eine Vergütung erzielen möchte, Dienst- und Werkleistungen erbringt, gelten nicht als Schwarzarbeit. Wie wird Schwarzarbeit bestraft? – Schwarzarbeit ist illegal und stellt mindestens eine Ordnungswidrigkeit dar. Jedoch kann diese auch den Tatbestand einer Straftat wie Veruntreuung von Geldern, Steuerhinterziehung oder Leistungsbetrug erfüllen.

Schwarzarbeit aufdecken – Detektive decken auf

Die Detektei Wien kann ähnlich wie bei einer Überprüfung, ob der Mitarbeiter tatsächlich krank ist, auch im Falle von Schwarzarbeit eingeschaltet werden. Diese liegt dann vor, wenn jemand eine illegale Tätigkeit gegen Bezahlung ausführt, für die keinerlei Sozialabgaben oder Steuern an den Staat abgeführt werden oder die nicht dem Gewerbeamt gemeldet sind. Eine Privatdetektei hilft Unternehmen und dem Staat bei den oft aufwändigen Ermittlungsarbeiten, wenn es darum geht Schwarzarbeit aufzudecken. Nicht nur für den „Schwarzarbeiter“ ist die bewusste Umgehung der rechtlichen Vorschriften strafbar, sondern auch für denjenigen, der die illegale Schwarzarbeit in seinem Betrieb duldet. Allein im Jahr 2019 wurden 54.733 Arbeitgeber von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüft und dabei kam es zu 114.997 eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen Straftaten und Geldbußen von über 57 Mio. Euro. Der Umfang der Schattenwirtschaft in Deutschland wird für das Jahr 2020 auf eine Höhe von 322 Milliarden Euro prognostiziert. In der Schattenwirtschaft sind alle wirtschaftlichen Aktivitäten integriert, die dem Staat nicht gemeldet werden und somit nicht ins Bruttoinlandsprodukt einfließen.

Schwarzarbeit lässt die Gewinnspanne größer ausfallen

Nicht nur, dass Schwarzarbeit Arbeitsplätze vernichtet, sondern die Unternehmen müssen ihre Preise scharf kalkulieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei diesen Kalkulationen spielen die Lohn- und Nebenkosten eine wichtige Rolle. Anders bei einer illegalen Beschäftigung wie bspw. der Schwarzarbeit. In diesem Fall entsprechen diese Kosten nur noch einen Bruchteil der regulären Kosten, da Versicherungsbeiträge, Steuern und Sozialabgaben einfach nicht gezahlt werden. Damit verschaffen sich Unternehmer einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegen diejenigen, die legal agieren. Durch dieses Vorgehen fällt nicht nur die Gewinnspanne größer aus, sondern es ist möglich, das Angebot der Konkurrenz leichter zu unterbieten, um so den Zuschlag zu erhalten. Genau in diesen Fällen ermitteln die Privatdetektive. Sie decken die Straftat „Schwarzarbeit“ auf. Nach deutschen Recht können Unternehmen die Steuern hinterziehen und die Sozialversicherungsbeiträge aufgrund von Schwarzarbeit nicht zahlen, mit Geldbußen bis zu 500.000 Euro belegt werden oder es kann sogar zu Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren kommen. Der Schwerpunkt der Schwarzarbeit ist in der Baubranche zu finden, aber auch in der Gastronomie. So gehen viele Arbeitgeber das Risiko ein, um Kosten zu sparen.

Kranke Mitarbeiter gehen der Schwarzarbeit nach

Ein weiterer Fall ist das Problem von Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter sich krank melden, um so während des Krankenstandes der Schwarzarbeit nachzugehen. Vielleicht geht der Mitarbeiter auch nach Feierabend mit den Geräten und Materialien bei dem eigenen Kunden einer Schwarzbeschäftigung nach? Auch das lässt sich, wie der Wettbewerber, der stets aufgrund des besten Angebots den Zuschlag erhält, aufklären. Denn im schlimmsten Fall wird dadurch nicht nur die notwendige Erholungszeit vergeudet, sondern der Mitarbeiter schadet der Firma, da er dieser Konkurrenz macht. So könnte er sein erworbenes Branchenwissen sowie die Arbeitsgeräte- und Materialien nutzen oder die Kundenaufträge heimlich auf eigene Rechnung ausführen. Wahlweise kann das Unternehmen die Informationen der Ermittlung der Privatdetektive an die zuständige staatliche Stelle weitergeben, die dann die Angelegenheit weiterverfolgt, bspw. in dem Kontrollen am Arbeitsort oder Wohnbereich des mutmaßlichen Schwarzarbeiters durchführt. Der Staat hat an berechtigten und genügend konkreten Anzeigen fast immer Interesse, denn schließlich entgehen ihm Einnahmen aus Steuern und Lohnnebenkosten. Eine nachgewiesene Schwarzarbeit kann am Ende ganz empfindliche Rechtsfolgen fuer den entsprechenden Mitarbeiter haben oder für die Konkurrenten. Dabei handelt es sich um arbeitsrechtliche Schritte, Bußgeld, bis hin zu einer Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe, insbesondere wenn es sich um einen Wiederholungsfall handelt.

Ist eine Kündigung des Mitarbeiters wegen Schwarzarbeit möglich?

Nicht nur Selbstständige und Arbeitslose begehen Schwarzarbeit, sondern auch Angestellte gehen oft neben ihrer legalen Tätigkeit noch der Schwarzarbeit nach, um die Haushaltskasse aufzubessern. Doch erfährt der Arbeitgeber von der Schwarzarbeit, dann kann es zu einer fristlosen Kündigung des Arbeitsvertrages kommen. Denn ein Mitarbeiter, der eine Straftat gegenüber dem Arbeitgeber oder im Zusammenhang mit der Arbeit einhergeht, kann unter Umständen eine verhaltensbedingte Kündigung mit sich ziehen. Beispielsweise ist das möglich, wenn die Schwarzarbeit für einen Konkurrenten des Arbeitgebers geleistet wird oder wenn dieser seinem Arbeitgeber potenzielle Kunden „stiehlt“.