Aufbrechhammer – ein Werkzeug fürs Grobe

Der Aufbrechhammer dient der gezielten Zerstörung von mineralischen Materialien wie Gestein oder Beton. Der Aufbrechhammer ist also ein Werkzeug fürs Grobe. Entsprechend wichtig ist die richtige Arbeitskleidung. Visier oder Schutzbrille, Gehörschutz und Staubmaske und Arbeitshandschuhe sind Pflicht für den sicheren Umgang mit diesem Gerät.

Die Leistung in Watt sagt viel über die Qualität eines Aufbrechhammers aus. Sie liegt normalerweise zwischen 500 und 1500 Watt.

Mit dem Aufbrechhammer können Wanddurchbrüche geschaffen werden, Trümmerteile zerkleinert werden oder auch Bohrlöcher rausgemeisselt werden für die Anbringung von Schwerlastdübeln.

Abbruchhämmer kommen sowohl bei Renovierungsarbeiten wie auch im Straßenbau zum Einsatz. Fliesen abstemmen oder Putz abtragen ist mit einem Abbruchhammer kein Problem. Auch Straßenbelag kann mit größeren Modellen problemlos aufgemeisselt werden.

Ausführungen

Pneumatischer Aufbrechhammer

Pneumatische Aufbrechhämmer werden mit Druckluft betrieben. Ein durch Druckluft – die mittels eines Kugel- oder Flatterventils gesteuert wird – angetriebener Kolben schlägt auf ein Schlagstück, das wiederum auf das Einsteckende der Bohrstange schlägt. Auf der Bohrstange sitzt die Bohrkrone, in der Regel kraftschlüssig per Konus. Das Schlagstück ist mit einer Umsetzvorrichtung versehen, die beim Rückprall eine Drehung des Schlagstückes und der eingesteckten Bohrstange bewirkt. So wird im jeweils entlastetem Zustand ein Umsetzen der Schneide erreicht. Das Gewicht eines pneumatischen Bohrhammers liegt – je nach Verwendungszweck – zwischen 10 und 50 kg, im Bergbau typischerweise bei etwa 42 kg. Dazu kommt das Gewicht der Bohrsäule oder einer Lafette.

Erste pneumatische Bohrhämmer wurden in den 1860er-Jahren für den Tunnelbau, später für den Bergbau entwickelt. Das wichtigste Unternehmen der Produktion von Bohrhämmern waren die Flottmann-Werke in Herne.

Hydraulischer Aufbrechhammer

Hydraulische Aufbrechhämmer entsprechen in ihrer Funktion im Wesentlichen den pneumatischen Modellen, nutzen als Antriebsmedium jedoch Hydraulikflüssigkeit. Die Hydraulikhämmer sind durchweg in höheren Gewichts- und Leistungsklassen (150 kg und mehr) angesiedelt als die Pneumatikhämmer und ausschließlich lafettengeführt.

Der erste hydraulische Bohrhammer wurde 1973 von Vigg Romell, einem bei Atlas Copco tätigen Ingenieur, konstruiert und entwickelt.

Elektrischer Aufbrechhammer

Elektrische Bohrhämmer kommen überall dort zum Einsatz, wo keine Druckluft zur Verfügung steht. Gegenüber dem pneumatischen Hammer weist die elektrische Variante eine geringere Leistung auf. Gegenüber der ebenfalls elektrisch betriebenen Schlagbohrmaschine zeichnet sich der Bohrhammer vor allem durch eine niedrigere Schlagzahl bei wesentlich höherer Schlagenergie aus.